Dresden/Berlin, 21. Mai 2026 – Ein wichtiger Schritt für die digitale Souveränität am Standort Sachsen: Das Dresdner Unternehmen Cloud&Heat Technologies hat die Zertifizierung „Certified SCS-compatible IaaS“ nach den Standards des Sovereign Cloud Stack (SCS) erhalten. Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen des SCS Summits am 21. Juni 2026 in Berlin.
Damit gehört das Unternehmen zu einer wachsenden Zahl von Anbietern in Deutschland, deren Cloud-Infrastruktur die SCS-IaaS-Standards erfüllt und damit nachweislich interoperabel, sicher und unabhängig betreibbar ist. Die Standards definieren Anforderungen an zentrale Komponenten wie Rechenleistung, Speicher und Netzwerke und ermöglichen einen kompatiblen Betrieb über Anbietergrenzen hinweg.
Auch der geplante Deutschland-Stack setzt auf SCS als technische Grundlage und unterstreicht die wachsende Bedeutung offener, souveräner Cloud-Architekturen für die digitale Infrastruktur in Deutschland.¹
Sachsen als Standort für digitale Souveränität
Die Zertifizierung unterstreicht Sachsens Rolle als Standort zukunftsfähiger Cloud-Infrastrukturen und zeigt, dass im Freistaat bereits heute Lösungen entwickelt und betrieben werden, die europäischen Anforderungen an digitale Souveränität, Offenheit und Unabhängigkeit entsprechen. Cloud&Heat Technologies betreibt seit Jahren Open-Source-basierte Public-Cloud-Infrastrukturen und hat 2025 einen weiteren Standort in Dresden in Betrieb genommen, der nun zertifiziert wurde. Die Dresdner Public Cloud verbindet offene Standards mit moderner Hardware sowie einem regionalen Partnernetzwerk, darunter die IBH IT-Service GmbH und der Internetknoten DD-IX.
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter betont: „Cloud&Heat Technologies verbindet modernste IT-Infrastruktur mit nachhaltiger Energieeffizienz. Das Unternehmen zeigt, dass digitale Souveränität bereits heute möglich ist. Offene Standards und regionale Infrastruktur stärken Innovationskraft, Sicherheit und Unabhängigkeit unserer Wirtschaft.“
So entsteht eine SCS-konforme Cloud-Infrastruktur
Die technische Basis bildet die in Sachsen mitentwickelte Open-Source-Plattform Yaook, die den automatisierten Aufbau und Betrieb moderner Cloud-Infrastrukturen ermöglicht. Dadurch wird die Infrastruktur standardisiert und reproduzierbar bereitgestellt – eine Voraussetzung für SCS-konforme Umgebungen. Im Rahmen der Zertifizierung wurde sie in umfangreichen automatisierten Testverfahren auf Interoperabilität, Sicherheit und Standardkonformität geprüft.
Wirkung für Wirtschaft und digitale Resilienz
SCS-basierte Cloud-Infrastrukturen reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und erhöhen die Interoperabilität zwischen Cloud-Umgebungen. Das erleichtert Anbieterwechsel, stärkt die Flexibilität und verbessert die digitale Resilienz von Unternehmen und öffentlichen Organisationen. Gleichzeitig stärkt Sachsen seine Rolle als Mitgestalter europäischer Cloud-Standards und als Digital- und Technologiestandort.
Cloud&Heat stellt zudem Infrastruktur für gemeinwohlorientierte Projekte bereit. Erste Ressourcen der Dresdner Cloud werden vom Verein ALASCA e.V. genutzt, der sich für souveräne Cloud-Infrastrukturen in Europa engagiert. Im Rahmen einer Förderung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA) arbeitet ALASCA an der Weiterentwicklung Open-Source-basierter, SCS-kompatibler Cloud-Ökosysteme in Sachsen.²
Cloud&Heat als aktiver Gestalter offener Standards
Cloud&Heat Technologies ist seit Jahren an der Entwicklung des Sovereign Cloud Stack beteiligt, Mitglied im Forum SCS Standards und bringt seine Expertise in die Weiterentwicklung offener Cloud-Standards ein. Die Zertifizierung unterstreicht diesen Ansatz und zeigt, dass Cloud-Infrastrukturen aus Sachsen aktiv zur Umsetzung europäischer Standards für digitale Souveränität beitragen.
„Die SCS-Zertifizierung bestätigt unseren Anspruch, offene und souveräne Cloud-Infrastrukturen nicht nur anzubieten, sondern aktiv mitzugestalten“, sagt Marius Feldmann, COO von Cloud&Heat Technologies.